Unser 35 cm großer Jamabuki hatte eine kleine Entzündung kurz vor der Schwanzflosse. Da wir sowieso gerade alle Materialien draußen hatten, wurde er gleich mitbehandelt.
Erst kam die Betäubung. Der Koi bleibt dabei so lange im Wasser bis er auf die Seite fällt. So wie hier im Bild zu sehen.
Hier der Grund der ganzen Aktion. Sieht klein und unbedeutend aus, aber aus Erfahrung weiß ich, dass so etwas schlimm enden kann. Besonders über den Winter kann sich so eine Entzündung sehr vergrößern, da die Abwehrfunktion des Fisches stark abnimmt. Im Sommer würde ich so etwas nie behandeln, sondern beobachten wie es sich entwickelt. Dazu ist nun aber keine Zeit mehr, da das Wasser kälter wird und der Winter schon zu erahnen ist.
Erst wird die Wundstelle gereinigt und befallenes Gewebe entfernt. Mutter Dr. Stammherr macht es hier mal wieder hervorragend. Jaja, manche Koispezialisten werden schreien, wenn sie meine Mutter hier ohne Handschuhe arbeiten sehn. Aber ich wurde als Kind auch immer ohne Handschuhe verarztet und lebe immer noch. Das selbe gilt auch für die Koi.
Die Wundstelle wird dann mit Jod sorgfältig desinfiziert.
Den Abschluss bildet eine wasserfeste Salbe.
Und so sieht es dann fertig aus.
Zu allerletzt noch eine Kiemenüberprüfung und wie man sieht ist alles bestens.
Im Schwimmnetz kommt der Koi dann langsam unter Beobachtung wieder zu sich. Alles gut überstanden. Er lacht auch fast wieder.
Etwas länger hat es bei unserem Kohaku ( 44 cm) gedauert. Er hat seit längerem eine Entzündung an der Schwanzflosse, die nicht verheilen will. Haben es den Sommer über beobachtet und uns nun entschlossen ihn zu behandeln bevor der Winter kommt.
Entzündetes Gewebe entfernen.
Mit Jod desinfizieren und mit der Salbe das Ganze wieder wasserfest machen. Und auch dieser Koi schwimmt wieder putzmunter unter den anderen.
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Stand: 15.09.03